Handeln üben.

Ohne Grenzen.

Was bringen uns Träume? Erstmal: Vorstellungen und Wünsche fassen macht Freude. Aus der Gehirnforschung ist bekannt, dass in diesem ungestörten, visuellen Denkprozessen das Gehirn eine Menge Dopamin ausschüttet, das Vorfreude- und Neugierhormon. Das macht glücklich.

“If you can dream it, you can do it!“ Walt Disney. Träume sind von existentieller Bedeutung. Die Zukunft eines Unternehmens wird in die Zukunft projiziert. Denken als kostenfreies Probehandeln. „Träume keine kleinen Träume, sonst haben sie keine Kraft die Herzen der Menschen zu bewegen“, sagte Goethe.

“Die größte Revolution unserer Zeit dürfte die Entdeckung gewesen sein, dass die Menschen durch die Änderung der Geisteshaltung die äußeren Umstände ihres Lebens ändern können“, verkündete bereits Wiliam James im 17. Jahrhundert. Dies erinnert ebenso an die persönlichen Träume auf geistiger, körperlicher, materieller, intellektueller und spiritueller Ebene. Die mentale Handlungsfreiheit und der damit einhergehende Einfluss ist mittlerweile neurowissenschaftlich bestätigt.

Meisterschaft erleben.

Durchbrüche schaffen.

Sind Sie meisterschaftlich in dem, was Sie tun? Als ich diese Aufzeichnung vom Pianisten Vladimir Horowitz sah, war ich tief berührt, ein Meister. Ich kannte ihn bereits aus der Musiksammlung meines Schwiegervaters, doch ihn zu sehen, zu hören mit der Wirkung des Publikums. Wahrhaftig ein Mensch in seiner Bestimmung.

Oder der Dressurreiter, ich sah ihn bei dieser Weltmeisterschaft. Der eine, mir war klar: ein Meister. Diese Einheit mit dem Pferd, Geschmeidigkeit und Leichtigkeit im Gang. Er holte die Goldmedaille. Sind Sie meisterschaftlich in dem, was sie tun? Was heißt das als Führungskraft und Leader?

Lebendige Organisationen.

Positive Energie.

Was gibt ihnen das Unternehmen, in dem sie arbeiten? Was bekommen sie dort? Es gibt das Materielle wie das Gehalt und das Immaterielle: Emotionen mit beiden Vorzeichen. Stellen sie sich vor, dieser Ort ist ein inspirierender mit positiven Energien und Lebendigkeit. Wo Menschen sich mit ihren Potentialen einbringen. Sie wachsen über sich hinaus, statt auf die Uhr zu schauen oder sich innerlich leer zu fühlen. Denn, sie wollen etwas beitragen zu diesem inspirierenden Ort und verantwortungsvoller Bestandteil. Das ist der wahre Kern des Menschen. Vielleicht stimmt sie ein Traum über diese schöpferische und produktive Energie ihres Unternehmen darauf ein?

Wachstum ermöglichen.

Emotionale Räume bereitstellen.

Leadership ist eine Verbindung von Mensch zu Mensch. Liebe ebenso. Was heißt das für Unternehmen? Etwas, was der Mensch natürlich in sich trägt, befähigt ihn als Leader. In der Liebe ist der Hebel für den Wandel in Unternehmen enthalten: Den anderen wirklich sehen. Vertrauens- und verantwortungsvolle Räume bereitstellen in denen Mitarbeiter sich entwickeln können. 

Doch es gibt eine Herausforderung. Wie kommt man ran, an die Liebe. Wann steht sie uns zur Verfügung, wann weniger? Ein weiteres herausforderndes Thema: Die Sprache. Wir haben in unserem Sprachraum das eine Wort. In anderen Sprachräumen gibt es dafür zahlreiche andere Bezeichnungen, bis zu 96 andere Worte. Wir haben es also mit unserem Vokabular nicht ganz leicht. Da ist zugleich das große Wort für diese tiefe und einzigartige Beziehung zu unserem Partner, unserer Familie. Zugleich soll es die Beziehung zu unseren Mitarbeiter*innenn fassen?! Locker bleiben. Ist es nicht mehr ein emotionaler Raum als ein Wort oder die ultimative Beziehung?

Was ist, wenn Führung in einem positiv emotionalen Raum stattfindet? Wie wirkt es auf die Menschen? Wie auf die Zusammenarbeit, Produktivität und Innovation? Was ändert sich im Unternehmen?

Führung etwas Stilles.

Bewusste Momente statt unbewusste.

Die Neurowissenschaften heben dieses Thema endlich in die Führungsetagen und Unternehmen. Jon Kabat-Zinn, Gründer von Mindfulness Based Stress Reduction (MBSR), definiert Achtsamkeit als einen Zustand, der entsteht, wenn die Aufmerksamkeit bewusst und vollkommen im Hier und Jetzt, auf den gegenwärtigen Moment gerichtet ist. Ohne das Erlebte zu bewerten oder emotional darauf zu  reagieren.

Was bedeutet Achtsamkeit im Unternehmen? Achtsamkeit, das Bewusstsein im jetzigen Moment, schafft innere Ruhe. Still sein ist erstmal keine Fähigkeit von Führung, oder? Sprechen ist der Alltag. Davor braucht es jedoch diesen Moment des innerlichen Nichtreagierens. Wenn die eigenen Gedanken und Emotionen ablaufen, ist Mensch „raus“. Das menschliche  Gehirn ist da ganz schnell, die neuronalen Netze mächtig. Das eigene Gehirnfeuerwerk feuert los, geschmiedet auf dem Vergangenen. Die Führungskraft ist dann gedanklich, emotional blockiert und in diesem Moment nicht offen für die Impulse des anderen.

Bewusste Stille, Achtsamkeit, unterbricht dieses eigene unbewusste, emotionale Hirnfeuern. Eine weitere Fähigkeit bewusster transformierender Führung heißt Empathie, mitfühlendes Sein.

Halt haben.

Hierarchiefrei sein.

In neuen Organisationen wird die hierarchiefreie Führung bedeutsamer. Bei Scrum ist diese inclusive, wenn es wahrhaftig gelebt wird. Hierarchien hatten ihre Zeit und haben zugleich in bestimmten Unternehmens- und Organisationsaufgaben ihren Sinn.

Wenn es heute um das Loslassen von Hierarchien geht, steht endlich jeder Menschen „ganz oben“. Die Botschaft: Jeder ist wichtig. Mit dieser respektvollen Sicht auf den Mitarbeiter, werden Energien freigesetzt, die durch Hierarchien, Rangfolgen mit Systemen der Unter- und Überwürfigkeit, unterdrückt werden.

Das Loslassen für Führungskräfte gelingt einfach, wenn sie ihre wahre Bestimmung kennen. Mit dieser Erfahrung bekommen sie inneren Halt und Schutz. Die äußere Rolle, der äußere Halt, die Hierarchie kann so leicht abgestriffen werden. Der Mensch kann sich vertrauensvoll neuen Wegen in der Organisation öffnen.