Leadership

New Work

Neue Schritte

Jeder Mensch hat einzigartige Talente, seine individuelle Bestimmung in seinem Leben. Das ist der Kern von New Work, wie ihn Begründer Frithjof Bergmann definierte. Zu wissen, was man wirklich, wirklich will. Mit New Work der Arbeit Leben geben, also die Arbeit tatsächlich lebendig werden zu lassen. Wie sagt er, wirklich leben ist etwas ganz anderes. Nie wurde der Mensch gefragt, was er wirklich wirklich will. So hat die Sozialisierung den Menschen zahm gemacht. Stattdessen könnte dem Menschen mit dem Wissen um seine Bestimmung ein erfülltes, inspiriertes und gesundes Leben ermöglicht werden.

Was ich in meinen Leadershipcoachings feststelle, sind Menschen häufig bereits in der für sie passenden Rolle und individuellen Bestimmung. Nur, geht es noch um eine höhere und bewusstere Dimension ihrer Aufgabe. Sie werden dann, mit dem Wissen um ihre wahre Berufung, ermutigt ganz andere neue Schritte zu gehen. Sie werden lebendiger, wahrhaftiger und wirksamer. Und ermöglichen damit anderen ebenso zu sein.

Das ist der Kern von New Work: den Menschen wirklich, wirklich sehen. So werden in Organisationen die individuellen Potentiale „automatisch“ freigesetzt, die Menschen werden agil, beweglich.

Digitalisierung

Potentiale

Die Botschaft an Unternehmen: Begleitet Mitarbeiter in ihr Potential zu kommen und erforscht, was sie wirklich antreibt. Die Digitalisierung braucht und ermöglicht diese Fragestellung. Zum einen braucht es die wirklich inspirierten Menschen, die bereit sind neue Wege zu gestalten, zum anderen wird der Mensch zukünftig mehr denn je von Alltagsroutinen befreit. Der inspirierte und lebendige Mitarbeiter ist die andere Hälfte der Digitalisierung. Die digitale und menschliche Transformation – die beiden gehören zusammen.

Wenn Menschen wissen, warum sie hier sind und ihre sie leitenden Wertesysteme kennen, ist die Lebensfrage beantwortet. Der Mensch ist dann auf einer höheren universelleren Ebene angebunden, das gibt ihm Sinn. Das ist die menschliche Chance der Digitalisierung.

 

Netzwerke

Netzwerke

Netzwerke sind die Organisation der Zukunft. Nach Bedarf und Vorhaben können Netzwerke gestaltet und erweitert werden. Sie besitzen die erforderliche Dynamik und Komplexität, die Unternehmen heute brauchen. Digitale Medien stützen diese Form der Zusammenarbeit. Schnell und integrativ können Netzwerke angelegt, erweitert und aufgelöst werden. Informationen können zeitnah geteilt werden.

So wie außen Netzwerke initiiert werden, werden innen Netzwerke geschaffen. Das Gehirn legt neue neuronale netzartige Verbindungen an für Menschen, die für eine Zeit oder darüber hinaus verbunden sind. Empathie verstärkt dabei die Intensität der Beziehung und des Netzwerkes.

In diesem Zusammenhang spreche ich von Empathie, doch eigentlich ist neurowissenschaftlich das Mitgefühl, was wirklich kraftvolle Verbindungen entstehen lässt. Denn in unserem Gehirn können beim empathischen Miteinander, ebenso Bereiche des Schmerzes im Gehirn aktiviert werden. Dies unterbindet jedoch das fühlende Miteinander in der Arbeitswelt. Die Reaktion: der Mensch hält sich mit seinem Gefühl für andere zurück. Leider kommen dadurch Netzwerke nicht in ihr höchstes Potential, das Miteinander ist „blockiert“.

Der Perspektivwechsel zur Ebene des Mitgefühls verändert ein wenig verbundenes Miteinander radikal. Im Leadershipcoaching spürt die Führungskraft genau, wo die Unterschiede liegen. Das Mitgefühl lässt den anderen Sein wie er ist, sieht den anderen. Diese bewusste Haltung braucht Millisekunden, der andere entspannt sich, sein Druck weicht. Der Mensch gegenüber fühlt sich wahrgenommen: Gespräche finden auf einer befreiten Ebene statt: Verbundenheit entsteht. Netzwerke, Begegnungen in höchster Wirksamkeit und Effektivität sind das Ergebnis.

Loslassen

Halt

In neuen Organisationen wird die hierarchiefreie Führung bedeutsamer. Bei Scrum ist diese inclusive, wenn es wahrhaftig gelebt wird. Hierarchien hatten ihre Zeit und haben zugleich in bestimmten Unternehmens- und Organisationsaufgaben ihren Sinn.

Wenn es heute um das Loslassen von Hierarchien geht, stehen die Menschen endlich im Mittelpunkt. Jeder ist gleich, jeder hat seine spezifischen Talente und Bestimmungen. Manche Menschen habe eine natürliche Gabe voranzugehen und zu leiten, andere eine Gabe etwas operativ zu strukturieren und umzusetzen, wieder andere die Gabe handwerklich mittags das Essen herzustellen. Alles bedeutsame Services in einem Unternehmen, denn alle leisten einen und ihren Beitrag. Mit dieser respektvollen Sicht auf den Menschen, werden Energien freigesetzt, die Hierarchien, Rangfolgen mit Systemen der Unter- und Überwürfigkeit, schlucken.

Das Loslassen für Führungskräfte gelingt einfach, wenn Sie ihre wahre Bestimmung kennen. Mit dieser Erfahrung haben sie inneren Halt und Schutzraum. Die äußere Rolle, der äußere Halt, die Hierarchie kann so leicht abgestriffen werden. Der Mensch kann sich dann vertrauensvoll für neue hierarchiefreie Wege in der Organisation öffnen.

Stillsein

Leadership etwas Stilles.

Die Neurowissenschaften heben dieses Thema endlich in die Führungsetagen und Unternehmen. Jon Kabat-Zinn, Gründer MBSR (Mindfulness Based Stress Reduction), definiert Achtsamkeit als einen Zustand, der entsteht, wenn die Aufmerksamkeit bewusst und vollkommen auf das Hier und Jetzt, auf den gegenwärtigen Moment gerichtet wird, ohne die dabei gemachten Erfahrungen zu bewerten oder emotional darauf zu reagieren. D.h. Automatismen, eingefahrene Bewertungsschleifen, Verhaltensmuster bleiben außen vor. Neue, ganz andere Reaktionen und Lösungen sind möglich. Was heißt Achtsamkeit im Unternehmen?

Unsere Achtsamkeit bringt uns in Ruhe: Wir werden innerlich still. Nun still werden ist erstmal keine Fähigkeit von Führung, denkt man so. Denken, sprechen und handeln ist der Alltag. Davor jedoch gibt es diesen Moment des Stillseins bzw. des innerlich nicht Reagierens – mit eigenen Bewertungen und Emotionen – auf das Gesagte und Wahrgenommene. Wenn die eigenen Filme, Gedanken und Erwartungen ablaufen, sind wir „raus“, nicht beim anderen. Leider ist unser Gehirn da ganz schnell, die neuronalen Netze sind mächtig und schnell. Wir nehmen wahr, den anderen, das Gesagte. Und schon geht das eigene Gehirnfeuerwerk los, geschmiedet auf dem Vergangenen.

Nun diese Zehntelsekunden an Achtsamkeit, des bewussten Hinhörens unterbrechen das eigene Hirnfeuern. Bereiche im Gehirn werden moduliert wie der Hippocampus, der das Neulernen maßgeblich ermöglicht, die Aktivität der Amygdala, die maßgeblich für die Entstehung von Angst steht, wird verringert.

Emotionale Räume.

Wachstum

Leadership ist eine Verbindung von Mensch zu Mensch – Liebe ebenso. Oder: Der Kern von Leadership ist Liebe. Was heißt das für Unternehmen? Es ist eine wunderbare Sache. Etwas, was der Mensch in sich trägt, befähigt ihn als Leader. In ihr ist der Kern für den Wandel in Unternehmen enthalten – Vertrauen, Verantwortungsübernahme, Wachstum. Den anderen wirklich sehen und respektieren. 

Doch es gibt ein Thema, wie kommen wir an sie ran, die Liebe. Wann steht sie uns zur Verfügung, wann weniger? Ein weiteres herausforderndes Thema: Die Sprache. Wir haben in unserem Sprachraum das eine Wort – Liebe. In anderen Sprachräumen gibt es dafür zahlreiche andere Bezeichnungen, bis zu 96 Worte. Wir haben es also mit unserer Sprache nicht ganz leicht. Da ist zugleich das große Wort für unsere tiefe und einzigartige Beziehung zu unserem Partner, unserer Familie; dann soll es zugleich die Beziehungen zu unseren Mitarbeitern fassen?! Locker bleiben. Ist es nicht mehr ein emotionaler Raum als ein Wort oder die ultimative Beziehung?

Was ist, wenn die Führung in Unternehmen in diesem emotionalen Raum stattfindet? Wie wirkt es auf die Menschen, wie im Unternehmen?

Agilität.

Anders führen

Wie war Führung gestern? Was braucht es heute? Es gab eine Zeit, da funktionierte es „old style“ zu führen. Anerkannt die Form, die Macht, die Hierarchie, die Kontrolle, die Entscheidungen entlang dieser Linien. Es hat gereicht, um Unternehmen erfolgreich zu leiten. Heute ist es anders. Vielleicht haben Sie es schon gespürt oder sind an diese Grenzen gestoßen, es funktioniert nicht mehr in dieser „Form“. Die Unternehmenswelt ist komplexer als je zuvor, eingebunden in das Handeln der ganzen Welt, die Technologie schreitet voran, die Menschen und Nervensysteme kommen an ihre Grenzen.

Also, wir sind jetzt in dieser neuen Zeit. Wie sollen wir in dieser neuen Zeit anders „führen“, Unternehmen leiten? Wie wirksame, agile Teams schaffen? Wie miteinander andere neue Lösungen, Produkte finden?  Es gibt Antworten darauf und wir können es lernen.

 

Leadership

Energie

Was gibt Ihnen das Unternehmen? Was bekommen Sie dort? Da gibt es das Materielle, das Gehalt etc., und das Immaterielle: Emotionen … mit beiden Vorzeichen. Stellen Sie sich vor, dieser Ort ist ein inspirierender Ort. Er sprudelt vor positiven Emotionen und emotionaler Bindung. Denn, wo Menschen sich bestens fühlen, fühlen sie sich gebunden. Sie wachsen über sich hinaus, statt auf die Uhr zu schauen oder sich innerlich leer zu fühlen. Denn, sie wollen etwas beitragen zu diesem inspirierenden Ort. Sie wollen lebendiger, verantwortungsvoller Bestandteil sein. Das ist der natürliche Zustand des Menschen.

 

Lernen

Lernende

Sind wir meisterschaftlich in dem, was wir tun? Wir sind dann meisterschaftlich, wenn wir unsere Berufung leben und lernen. Als ich vor ein paar Tagen eine Aufzeichnung vom Pianisten Vladimir Horowitz sah, war ich tief berührt, ein Meister. Ich kannte ihn bereits aus der Plattensammlung meines Schwiegervaters, doch ihn zu sehen, zu hören mit der Wirkung des Publikums. Unglaublich, ein Mensch in seiner Bestimmung.

Oder der Dressurreiter, ich sah ihn bei dieser Weltmeisterschaft, doch der eine, mir war klar: ein Meister. Diese Einheit mit dem Pferd, Geschmeidigkeit und Leichtigkeit im Gang. Er holte die Goldmedaille. Sind Sie meisterschaftlich in dem, was wir tun? Was heißt das als Führungskraft, als Manager, als Leader? Wie lernen Sie und was lehren uns die Neurowissenschaften?

Zukunft sein.

Handlungsfreiheit

Was bringen uns Träume? Erstmal: Träumen, Vorstellungen und Wünsche fassen macht Freude. Aus der Gehirnforschung ist bekannt, dass in diesen ungestörten visuellen Denkprozessen das Gehirn eine Menge Dopamin ausschüttet, das Vorfreude- und Neugierhormon. Das macht uns glücklich.

“If you can dream it, you can do it!“// Walt Disney. “Alles, von dem sich der Mensch eine Vorstellung machen kann, ist machbar.“//Vater der Apollo-Mondrakete Wernher von Braun. Denken als kostenfreies Probehandeln. Im unternehmerischen Sein sind Träume von existentieller Bedeutung. Die Zukunft eines Unternehmens wird in die Zukunft projiziert. „Träume keine kleinen Träume, sonst haben sie keine Kraft die Herzen der Menschen zu bewegen.“ sagte Goethe.

“Die größte Revolution unserer Zeit dürfte die Entdeckung gewesen sein, dass die Menschen durch die Änderung der Geisteshaltung die äußeren Umstände ihres Lebens ändern können“.  //Wiliam James im 17. Jahrhundert. Dies erinnert ebenfalls an unsere persönlichen Träume auf materieller, geistiger, körperlicher und intellektueller Ebene. Mittlerweile ist die mentale Handlungsfreiheit und der damit einhergehende Einfluss neurowissenschaftlich bestätigt.

Inspirierte Führung.

Neuanfang

Die heutige Arbeitswelt stellt Unternehmen und Organisationen vor Herausforderungen: Neue Produkte, Märkte und Geschäftsfelder. Neue Organisationsformen, die gelebt werden wollen. Führungskräfte, die trotz Agilitätstrainings nicht wirklich wirksam und beweglich werden. Vertrauen in unbekannter Zukunft – mit hoher technologischer Durchdringung des Unternehmens, neuen Geschäftsmodellen. Die digitale Transformation.

Was brauchen die Menschen, die Unternehmen in dieser disruptiven Zeit? Mitarbeiter, die inspiriert sind, einen Sinn erkennen in dem was sie tun, sich einbringen können mit ihren Werten, ihrem Potential. In diesem Zustand ist alles möglich, was die heutige Arbeitswelt braucht. Das ist die Transformation – auf der einen Seite: die Technologie, die Digitalisierung, neue digitale Märkte und Produkte, auf der anderen Seite: der Mensch.

Den Menschen wirklich in sein Potential bringen, seine persönlichen Werte und Begabungen erkennen, Funktionen und Umfelder dafür bereitstellen. Dann kann die digitale Transformation wie von selbst gelingen. Menschen übernehmen dann automatisch Verantwortung, führen sich und andere vertrauensvoll durch diese neue Zeit. Getragen durch jeden inspirierten Mitarbeiter, werden inspirierte Organisationen geschaffen. Diese Unternehmen sind wahrhaftig wirksam und gesund – mit jedem neuen Tag in der neuen Zeit.