Leadership etwas Wachsames.

Die Neurowissenschaften heben dieses Thema endlich in die Führungsetagen und Unternehmen. Jon Kabat-Zinn, Gründer MBSR (Mindfulness Based Stress Reduction), definiert Achtsamkeit als einen Zustand, der entsteht, wenn die Aufmerksamkeit bewusst und vollkommen auf das Hier und Jetzt, auf den gegenwärtigen Moment gerichtet wird, ohne die dabei gemachten Erfahrungen zu bewerten oder emotional darauf zu reagieren. D.h. Automatismen, eingefahrene Bewertungsschleifen, Verhaltensmuster bleiben außen vor. Neue, ganz andere Reaktionen und Lösungen sind möglich. Was heißt Achtsamkeit – im Unternehmen?

Unsere Achtsamkeit bringt uns in Ruhe: innerlich still werden. Nun still werden ist erstmal keine Fähigkeit von Führung, denkt man so. Denken, sprechen und handeln ist der Alltag. Davor jedoch gibt es diesen Moment des Stillseins bzw. des innerlich nicht Reagierens – mit eigenen Bewertungen und Emotionen – auf das Gesagte und Wahrgenommene. Wenn die eigenen Filme, Gedanken und Erwartungen ablaufen, sind wir „raus“, nicht bei dem anderen. Leider ist unser Gehirn da ganz schnell, feuert sofort los. Die neuronalen Netze sind mächtig und schnell. Wir nehmen wahr, den anderen, das Gesagte. Und schon geht das eigene Gehirnfeuerwerk los, geschmiedet auf dem Vergangenen.

Nun diese Zehntelsekunden an Wachsamkeit unterbrechen das eigene Hirnfeuern. Bereiche im Gehirn werden moduliert wie der Hippocampus, der das Neulernen maßgeblich ermöglicht, die Aktivität der Amygdala, die maßgeblich für die Entstehung von Angst steht, wird verringert. Achtsam und wachsam zu sein, ermöglicht uns höchst effektiv zu sein … mehr dazu in „Ihrem Unternehmen“ mit sensingLEADER.